Pressemitteilungen zum AKW Fessenheim (bitte anklicken)

 

Eckpunkte zum AKW Fessenheim

Das Kernkraftwerk Fessenheim ist eine französische Nuklearanlage aus den 1970er Jahren, bestehend aus zwei Druckwasserreaktoren; es ist das älteste und leistungsschwächste noch in Betrieb befindliche französische Kernkraftwerk.

Das Kraftwerk befindet sich in der Nähe des Ortes Fessenheim im Elsaß, einen Kilometer westlich der Grenze zu Deutschland, etwa je knapp 25 Kilometer entfernt von den Städten Colmar und Mülhausen (F) sowie Freiburg im Breisgau (D).

Am 14. September 2012 gab der französische Staatspräsident François Hollande bekannt, dass das Kernkraftwerk Ende 2016 stillgelegt werden solle, dies ist jedoch momentan eher unwahrscheinlich. Er betonte, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben sollten.

Der EDF gehören 67,5 % der Anlage. Energie Baden-Württemberg (EnBW) (vormals Badenwerk) hält 17,5 % der Anteile. Der Anteil beinhaltet eine Beteiligung von 17,5 % an den Betriebs– und Investitionskosten und im Gegenzug den Erhalt von 17,5 % der Stromproduktion (so genannte „virtuelle Kraftwerksscheibe“). 2009 bzw. 2010 wurden aus kartellrechtlichen bzw. technischen[ Gründen die Bezugsrechte an Fessenheim gegen Strombezugsrechte aus anderen deutschen Kraftwerken getauscht (im Rahmen eines so genannten Swaps). 17,5 % der fixen sowie der variablen, also der Investitions-, Betriebs-, Nachrüstungs- und Reparaturkosten des Kraftwerkes liegen allerdings nach wie vor bei der EnBW. Die verbleibenden 15 % der Anteile hält ein Konsortium dreier schweizerischer Unternehmen; mit jeweils 5 % sind dies die Schweizer Energiekonzerne Alpiq, Axpo und BKW FMB Energie (bis 1996: BKW, Bernische Kraftwerke).

Risiken 

Die EU führte 2011/12 einen Stresstest für Kernkraftwerke durch: Im Rahmen dieser Untersuchung (in der EU stehen an 68 AKW-Standorten 134 Reaktoren: davon wurden 24 Standorte persönlich geprüft) wurde auch das KKW Fessenheim von ausländischen Atomexperten in einer sog. Peer Review besucht. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2012 bekannt gegeben. Dem Kernkraftwerk Fessenheim werden dabei unter anderem die folgenden Mängel bescheinigt:

  • Die Erdbebensicherheit des Kernkraftwerks Fessenheim ist geringer als bei allen deutschen Kernkraftwerken.
  • Im Falle einer Überflutung, die so stark ist, dass sie nur alle 100.000 bis eine Million Jahre auftritt, ist der Verlust zentraler sicherheitstechnisch wichtiger Einrichtungen möglich.
  • Aufgrund der Positionierung der sicherheitstechnischen Systeme weit unterhalb des Niveaus des Rheinkanals besteht Überflutungsgefahr für das gesamte Anlagegelände.
  • Dass die zentral wichtigen Sicherheitsfunktionen sowohl der sekundärseitigen Wärmeabfuhr als auch der primärseitigen Kühlmittelergänzung von jeweils nur einem Behälter pro Block abhängen, wird als besonders relevantes Risiko bewertet.

Bei diesem Stresstest schneidet Fessenheim laut Presse unter den französischen Kraftwerken trotz dieser Mängel als eines der sichersten ab. Als Folge mussten auch in Fessenheim zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Diese verlängern aber laut der französischen Atomaufsicht die Lebensdauer der beiden Reaktoren um weitere 10 Jahre.

60 Atomkraftgegner von Greenpeace gelangten am 18. März 2014 mit einer selbstgebauten Brücke von einem LKW-Container aus über den Stacheldrahtzaun auf das Gelände des AKW und warfen damit weitere Sicherheitsfragen auf. Seitens der französischen Behörden-vom Colmarer Präfekt Stéphane Bouillonhieß-wurde behauptet, es habe zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko bestanden. Demonstranten seien nur aufs Dach des Reaktorgebäudes geklettert, einen Zugang in die Räumlichkeiten hätten sie nicht gehabt.

neue Gutachten

Link: http://www.baden-tv.com/gutachten-risiken-des-grenznahen-akw-fessenheim-vorgestellt-117615/


Quelle: Wikipedia, leicht gekürzt
Unsere Seite befindet sich noch im Aufbau, Informationen zum Kraftwerrk werden weiter ergänzt.

Advertisements