Gefahr für das Dreyeckland

Das Dreyeckland am Oberrhein (Schweiz, Frankreich, Deutschland) ist bekannt für seinen Widerstand gegen Atomenergie. Seit Jahrzehnten appelliert es an die Vernunft der Politiker, auf Atomkraft zu verzichten. Es wurde zum Vorreiter der Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien.
Ewiges Streitobjekt ist das AKW Fessenheim, ältestes und störanfälligstes Kraftwerk Frankreichs.
Und jetzt – so zeigen neueste Erkenntnisse – scheint die Gefahr eines Reaktorunfalls reell. Nicht ein unvorhersehbarer Unfall, sei es ein Erdbeben oder Terroranschlag! Nein, Materialermüdung ist es, die durch die hohe Radioaktivität entsteht und wesentlich schneller voranschreitet als bislang erwartet. Dadurch ist mit einem Super-GAU in absehbarer Zeit zu rechnen! Kein mehr oder weniger „harmloser“ Störfall, der sich langsam ausbreitet. Es kommt zur Explosion des Druckwasserreaktors. Diese neueste Erkenntnis aus den belgischen AKWs Doel und Thijange hat Belgien veranlasst, diese AKWs sofort abzuschalten und eine weltweite Warnung auszusprechen vor diesem Reaktortyp. Tausende Risse im Druckkessel zerspröden den Reaktor. Die Gefahr des Berstens ist schon im Normalbetrieb möglich, vermehrt aber beim Herunter- und wieder Hochfahren, was bei jedem Abschalten geschieht, v.a. bei jedem Störfall.
Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben die Welt erschüttert, ließen hoffen, dass die Menschheit einsichtig und vernünftig wird und sich von der Atomenergie verabschiedet. So sind wir fassungslos und zutiefst empört, dass die weltweite Warnung vor diesem Reaktortyp und die bekannte Gefahr die vom AKW Fessenheim ausgeht in Frankreich ignoriert wird!
Die Folgen eines Unfalls sind bekannt: Im Falle Fessenheim bedeutet es Zerstörung in der direkten Umgebung des Reaktors, Geisterstädte, radioaktive Wolke bis Nürnberg, radioaktive Welle rheinabwärts bis in die Nordsee. Evakuierungspläne für die Umgebung sind laut Regierungspräsidium Baden-Württembergs nicht durchführbar!
Sofortiger Handlungsbedarf ist gegeben, die Verantwortlichen sind aber in Frankreich, über die Landesgrenze nicht erreichbar. Wir müssen selbst aktiv werden! Mehrere Wege haben wir geplant:
Mit einer groß angelegten Postkarten und Online-Petition soll unsere Empörung in Paris Gehör finden. Der Appell geht an Präsident Hollande. Er kann mit einem „Decret prèsidentale“ das AKW Fessenheim sofort stilllegen und eine Sicherheitsuntersuchung veranlassen. Dafür wollen wir alles erdenklich mögliche tun, um auf diesem Wege die Gefahr von uns allen abzuwenden. Radioaktivität kennt keine Grenzen! Helfen Sie mit, unterschreiben Sie die Petition sowie den Appell und leiten Sie sie weiter.

Die Evakuierungspläne sind völlig unzureichend, was selbst das zuständige Regierungspräsidium bestätigt. (Link der BZ)
Mit Kundgebungen in Freiburg und Umgebung informieren wir und sammeln Unterschriften.

notfallplaene-fuer-atomunfall-in-fessenheim-vorgestellt

Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke (SWR 12.1.2016)

Advertisements